VHdS verlangt Rücknahme des Uni-Gutachtens zum Saaleausbau

Dienstag, 17. Juni 2008, 15:15 Uhr

VHdS verlangt Rücknahme des Uni-Gutachtens zum Saaleausbau

Pressemitteilung des VHdS zum offenen Brief an den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Halle - In einem offenen Brief an den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, fordert der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt den Rektor auf, die Kurzstellungnahme zum Vorhaben "Ausbau der unteren Saale - Schleusenkanal Tornitz" der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 27. April 2008 zurückzunehmen.

In der vom BUND in Auftrag gegebenen Kurzstellungnahme der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wird der Saaleausbau entsprechend des Bundesverkehrswegeplanes als ökonomisch und ökologisch nicht verantwortbare Verschwendung von Steuergeldern  bezeichnet, der kein adäquater Nutzen gegenübersteht. Für diese Behauptung werden etliche Fakten in einem falschen Licht dargestellt.

Die Einschätzung als Gefälligkeitsgutachten für den BUND vom Präsidenten des VHdS <st1:personname w:st="on">Manfred Sprinzek</st1:personname> bestätigt eine Stellungnahme von PLANCO CONSULTING GMBH  Essen. (siehe www.saaleverein.de und www.elbe-saale-vereine.de )

Mit der Aufnahme Schleusenkanals Tornitz in den vordringlichen Bedarf  des Bundesverkehrswegeplanes 2003 sollen der Region  durch eine verbesserte Infrastruktur für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung Chancen eröffnet werden. Das beinhaltet sowohl die Sicherung vorhandener als auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Zudem wird mit dem Transport auf dem Wasserweg die Straße entlastet und ein Beitrag zur Entlastung der Umwelt geleistet.
Die Mitgliedsunternehmen des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V. Halle (Saale) (VHdS) können mit der zügigen Realisierung des Bundesverkehrswegeplanes 2003 und dem Bau des Saalekanals durch die umweltfreundliche Binnenschifffahrt die Transportkosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Die auf einer aktuellen Befragung beruhende Prognose der Unternehmen besagt, dass man auf dem Wasserweg jährlich 2.450.000 Tonnen umweltfreundlich und Kosten sparend transportieren könnte.Das bestätigt nicht nur die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen der PLANCO Consulting GmbH Essen, sondern dokumentiert auch die steigende Nachfrage für das Binnenschiff mit angestrebten Verlagerungseffekten.

Aus Sicht des VHdS, der sich seit zwölf Jahren für die Vollendung des Saaleausbaus einsetzt, stellt der Bau des Schleusenkanals Tornitz ohne Wehr einen in einem langen demokratischen Prozess gefundenen guten Kompriss dar.

Für die Saaleregion bedeutet der Saalekanal verbesserte infrastrukturelle Voraussetzung sowie eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Denn mit dem Saalekanal werden nicht nur Arbeitsplätze erhalten und gesichert, sondern auch neue geschaffen.

Der VHdS sieht mit Verständnislosigkeit und Bedauern das Einmischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in verkehrspolitischen Grundsatzentscheidungen des Bundes und das laufende Raumordnungsverfahren (ROV) zum Ausbau der Unteren Saale.

Leider wird mit falschen Informationen in den Medien in der Öffentlichkeit und in der Politik versucht, auf demokratischen Weg gefallene Entscheidungen bewusst negativ zu beeinflussen.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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