Spaziergang hoch über der Elbe

Sonntag, 23. August 2009, 17:13 Uhr

Spaziergang hoch über der Elbe

Wasserstraßenkreuz lockt viele Touristen nach Magdeburg

SonntagsNachrichten,  22. August 2009, von: Christian Wohlt  

MAGDEBURG. Es eine der größten Touristenattraktionen Magdeburgs und dennoch wird es bei der Aufzählung der Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt oft vergessen: Besonders an den Wochenenden tummeln sich tausende Ausflügler am Wasserstraßenkreuz im Norden der Stadt.

Das Bauwerk verbindet die Elbe mit dem Mittellandkanal, der seinerseits in einer zwei Kilometer langen Trogbrücke den Strom überquert. Die Konstruktion ist europaweit einmalig und erspart den Schiffen, die aus Richtung Hannover nach Berlin unterwegs sind, einen zwölf Kilometer langen Umweg. Die Sparschleuse im Stadtteil Rothensee ermöglicht es auch „dicken Pötten“ vom Mittellandkanal über den Elbeseitenkanal den Magdeburger Hafen und den Fluss zu erreichen. Sie ersetzt das Schiffshebewerk aus den 1930er Jahren. Für dessen Erhalt und den Weiterbetrieb des Baudenkmals macht sich eine Bürgerinitiative stark. Der Bund als Betreiber der Anlage, will die Kosten dafür aber nicht tragen.
Für Besucher ist es besonders reizvoll, den Turm der neuen Schleuse zu erklimmen und einen Blick in die riesige 190 Meter lange und zwölf Meter breite  Schleusenkammer zu werfen. Das untere Tor hat eine Höhe von 21 Metern. Wer mit der Weißen Flotte unterwegs ist (vom Anleger Petriförder in der Innenstadt), hat das Erlebnis pur. Auch die Ausflugsschiffe werden auf und ab geschleust. Viele Besucher genießen auch einen ausgiebigen Spaziergang am gut ausgebauten Kanalufer hoch über dem Fluss.

Das Wasserstraßenkreuz entstand  als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 17 nach der Wiedervereinigung. Verkehrsfreigabe war im Jahr 2003.
Erste Pläne für eine solche Ost-Westverbindung gab es bereits in den 1930er Jahren und es wurde sogar mit dem Bau begonnen. Lediglich das Schiffshebewerk wurde fertig. Riesige Pfeiler für die damals in Angriff genommene Elbquerung standen dann jahrzehntelang in der Landschaft rum.

 


 

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