Von Aken aus in alle Welt

Dienstag, 24. Januar 2006, 09:00 Uhr

Von Aken aus in alle Welt

aus SuperSonntag Dessau

Die Elbe erweist sich als idealer Schwerlast-Transporter

Aken (ak). Auf Einladung von SPD-Landtagsabgeordneten Ronald Doege besuchte Bau- und Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre (CDU) am Mittwoch die Stadt Aken und besichtigte gemeinsam mit CDU-Landtagsabgeordneten Erich Reichert unter anderem den Hafenbetrieb. Vor drei Jahren war Daehre schon einmal hier zu Gast. Damals wurde ein moderner Containerterminal eingeweiht. Seitdem hat der Hafenbetrieb in fast allen Bereichen eine sehr gute Entwicklung genommen, schätzte Geschäftsführer Klaus Schröter beim Rundgang ein. „2005 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr. Mit Bahn und Schiff liegen wir voll im Trend. Die meisten Anlagen sind saniert. Wir kommen jetzt richtig in Fahrt.“ Während bei den Containern noch Kapazitäten offen seien, habe sich vor allem das Geschäft mit dem Transport von schweren Lasten sehr gut entwickelt. Ob Generatoren, Turbinen oder riesige Teile für Windräder - der Wasserweg erweise sich hier als die ideale Transportmöglichkeit. Auch das Unternehmen Kranbau Köthen, das zu den 18 Großkunden des seit 1889 bestehenden Binnenhafens gehört, schickt von Aken aus Kräne über den Wasserweg in die große weite Welt. Der Minister kündigte an, dass sich die Landesregierung noch in dieser Legislatur mit dem Hafen- und Fährenkonzept abschließend beschäftigen werde. Aken nehme darin als Nummer eins für Schwertransporte in Mitteldeutschland eine landesbedeutende Stellung ein.
Auch in Hamburg werde über Aken gesprochen, freut sich Daehre. Jetzt komme es darauf an, diese Popularität zu nutzen und die landesbedeutenden Häfen gemeinsam auf Messen zu präsentieren.
Von der neuen Bundesregierung erwartet er, dass das Planfeststellungsverfahren wieder aufgenommen werde. „Wir  wollen keine Betonierung und keine Kanalisierung des Flusses. Die Elbe wird auch weiter ein freifließender Fluss bleiben. Es geht uns nicht um Ausbau, sondern um Erhaltungsmaßnahmen für die Gewährleistung der Schiffbarkeit“, stellte Daehre klar.
Anders sehen das die Umweltverbände. Sie forderen die Neubewertung der Elbeausbau- und Unterhaltungspläne. Eine von den Umweltorganisationen BUND, WWF und der Deutschen Umwelthilfe vorgestellte Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeige, dass der Fluss infolge des Kilamwandels immer weniger Wasser führe.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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