Von der Elbe auf die Labe

Freitag, 01. Januar 2010, 12:21 Uhr

Von der Elbe auf die Labe

Überleben der Tschechischen Güterschifffahrt ist vom Elbeausbau abhängig

SUT 8|2009

 

 

 

 

Die Schifffahrt auf der Labe, wie die Elbe in Landessprache heißt, wird schon seit Jahrhunderten betrieben. Mit dem Aufkommen der modernen Güterschifffahrt stellten sich den Reedereien wie der Deciner Reederei CSPL a.s. stark schwankende Wasserstände als Hauptproblem dar.

Nach dem Versailler Vertrag ist die Elbe eine internationale Wasserstraße mit freier Schifffahrt. Sie stellt für die Tschechische Republik die einzige unabhängige Transportverbindung zum offenen Meer dar. Doch nach wie vor sind alle Tschechischen Reeder gezwungen, in den häufig auftretenden Niedrigwasserperioden entweder die internationale Schifffahrt einzustellen, in Fahrtgebiete mit ausreichenden Wassertiefen abzuwandern oder mit nur teilbeladenen Schiffen mit Verlust zu transportieren.
„Man muss sich das mal vorstellen“, sagt CSPL-Betriebsdirektor Lubomir Fojtu. „Ein Engpass von 40 km versagt der Tschechischen Schifffahrt den effektiven
Anschluss an das europäische Wasserstraßennetz, den Zugang zum Seehafen Hamburg und damit zu den Weltmärkten.“
In Tschechien kann der Schiffsverkehr auf rund 320 km Wasserstraßen zurückgreifen. Dazu gehören mittlerer und unterer Strom der Elbe, der untere Strom der Moldau, die Berounka sowie einige Abschnitte der Flüsse Morava, Becva und Odra. Laut Fojtu existieren 31 Staustufen und Kanäle im Gesamtwert von rund 6 Mrd. EUR.
Bis heute fehlen auf der Elbe zwischen Usti nad Labem und der tschechisch-
deutschen Staatsgrenze jedoch zwei Staustufen, die kriegsbedingt seit rund 70 Jahren nicht fertiggestellt wurden.
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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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