Wasserstraßenerhaltung kontra Schutz?

Freitag, 24. Juni 2005, 10:43 Uhr

Wasserstraßenerhaltung kontra Schutz?

Volksstimmme vom 03.06.05

Leserbriefe zum Thema Wasserstraßenausbau:

Zuerst sind namhafte Vertreter des BUND gegen einen Ausbau der unteren Saale in ihrem natürlichen Flussbett. In der Variantendiskussion sagt der BUND, wenn schon ein Ausbau, dann ist ein Saalekanal umweltverträglicher. Er schafft sogar zusätzliche Biotope in den dann von der Schifffahrt nicht mehr genutzten Abschnitten der unteren Saale.

Jetzt steht der Saalekanal zur Diskussion, der BUND ist dagegen. Argument: Die Saaleschifffahrt ist nicht erforderlich, Verlagerung der Transporte auf die Schiene.

Wird hier unter dem Deckmantel des Umweltschutzes knallharter Verdrängungswettbewerb betrieben? Warum äußert sich der BUND nicht in gleicher Intensität zu Umweltfragen der Bahn? Verlagern sich die Transporte von ökonomisch nicht mehr nutzbaren Wasserstraßen wirklich auf die Schiene oder mehren sie nicht doch den Lkw-Verkehr auf der Straße?

Auf die Elbe bezogen musste das Hochwasser 2002 herhalten, um wieder besseren Wissens jegliche Erhaltungsmaßnahmen einzustellen. Bekanntlich fließt durch einen verwilderten Fluss weniger Wasser ab. Es hat ein Jahr gedauert, um zu einer Sachargumentation zurückzukehren.

Für die neueste Argumentation gegen eine Wasserstraße Elbe-Saale wird nun eine EU Norm bemüht. Hier stellt sich doch grundsätzlich die Frage, verbietet diese EU-Umweltnorm den Erhalt von Wasserstraßen der EU-Länder? Wenn dies der Fall wäre, träfe dies nicht nur auf die Elbe zu, sondern auch auf Rhein, Donau, Weichsel, Loire u.a.

Jochen Klapperstück

39218 Schönebeck

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