Weiterhin viel Optimismus

Donnerstag, 04. Juni 2009, 19:51 Uhr

Weiterhin viel Optimismus

Container und Schwerlastverkehre im Gebiet von Weser bis Elbe

Binnenschifffahrt – ZfB – Nr. 5 – 2009

Entgegen den Behauptungen bestimmter Gegner der Binnenschifffahrt auf der Elbe, dass der Güterverkehr auf der Elbe rückläufig sei, mehren sich die Zeichen, dass es besonders bei Schwerlasten, Projektladungen aber auch in den Containerverkehren eine zuversichtliche Entwicklung im Elbegebiet gibt. Zwar gab es seit November vorigen Jahres bei den Containerverkehren
rückläufige Tendenzen. Man rechnet jedoch lediglich mit einer zeitweisen Erscheinung.
Dazu ein paar Beispiele auf den nächsten Seiten.
Neue Investitionen in Sachsen
Von den Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe und den Sächsisch-tschechischen
hörten wir: Vor allem sind es die Elbehäfen Dresden und Lovosice (CZ), die sich in 2008 weiterhin als zunehmend exzellente Dienstleister für den Umschlag von werthaltigem Schwergut und voluminösen Projektladungen weiterentwickelt haben.
Roll-on-Roll-off-Anlage in Dresden bewährt sich
Insbesondere bewährt sich am Dresdner Elbufer die linkselbisch zwischen Hamburg und Melnik (CZ) einzig vorhandene Rollon-Roll-off-Anlage zunehmend beim wirtschaftlichen Umschlag. Turbinen, Brückenteile, Brauereitanks, Flüssiggasbehälter, Rotorblätter für Windgeneratoren, Großtransformatoren
und Generatoren gehen in diesen Häfen über die Kaikante.
Zu den Bestimmungsländern der Ladungen gehörten im vergangenen Jahr u. a. Indien, Israel, Emirat Katar, Kuweit, Saudi-Arabien und Belgien. Um der estiegenen Nachfrage der verladenden Wirtschaft nach ökonomischen wie ökologischen Transportalternativen speziell im Bereich Schwerlast und Projektladung gerecht zu werden, hat die SBO GmbH zusammen mit der Deutschen Binnenreederei AG, der Hafenbetrieb Aken GmbH sowie der Magdeburger Hafen GmbH eine neue Großraum- und Schwergutlinie auf der Elbe entwickelt, die auch Anschluss an die tschechischen Häfen bietet und effektiv für die wertvollen Projektladungen auch bei niedrigeren Wasserständen genutzt werden kann.
Trotz des im IV. Quartal 2008 wesentlich zurückgegangenen Umschlags in den deutschen Nordseehäfen konnte sich der SBOHafen Riesa – der sächsische Hub im Seehafenhinterlandverkehr – mit einem Zuwachs von 10,3 % gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2007 im Container-Umschlag ausgesprochen erfolgreich entwickeln. Mit einem Umschlag von fast 37.000 TEU erreichte man am Riesaer Nordkai nahezu die technische Kapazitätsgrenze.

»Ich freue mich über das gute Ergebnis der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH im vergangenen Jahr«, sagte der Wirtschafts- und Verkehrsminister Thomas Jurk. Der Freistaat Sachsen setze auch künftig auf den kostengünstigen und umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff. »Zur Unterstützung haben wir ein Hafeninvestitionsprogramm in Höhe von über 30 Mio. € aufgelegt und vom Bund die schnelle Reparatur- und Unterhaltung der Elbe eingefordert,« so Jurk weiter. 24 Mio. davon stammen aus EFRE-Mitteln. Und so wird am Riesaer Südkai ein neues, zukunftsträchtiges KVTerminal errichtet sowie die Schienen- und Straßeninfrastruktur der anderen Häfen weiter ertüchtigt....   weiterlesen

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)