Wieder Unterhaltungsarbeiten an der Elbe

Montag, 02. April 2007, 13:36 Uhr

Wieder Unterhaltungsarbeiten an der Elbe

aus: "Der Oberelbe Hafenbrief Nr.36 (1/2007)"

Ab Mai grünes Licht für die WSA Bagger 

In einem Brief des Sächsischen Wirtschaftsministers an den Bundesminister für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung hieß es unlängst: „Zur positiven Entwicklung ... des kombinierten Verkehrs in Sachsen ist eine funktionierende Bundeswasserstraße Elbe unabdingbar ... Sachsen ist dringend darauf angewiesen, dass der Bund schneller als derzeit geplant, Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahmen an der Elbe durchführt und abschließt, um ... eine Fahrrinnentiefe von 1,60 m an 345 Tagen im Jahr zu garantieren.“

Wie es nun in den nächsten Monaten wirklich mit Arbeiten am Flussbett vorangehen soll, erfuhr der Oberelbe-Hafenbrief vom Chef des Dresdner Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), Baudirektor Dipl.-Ing. Klaus Kautz:

„Nach dem Hochwasser vom August 2002 konnte durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes auf Grund politischer Festlegungen erst Mitte 2004 wieder mit Unterhal-tungsmaßnahmen an den Uferschutzbauwerken begonnen werden. Durch diese Unterbrechung der Unterhaltung an der Elbe wirken sich die durch das Hochwasser August 2002, aber auch durch das Eishochwasser 2003 und das Frühjahrshochwasser 2006 hervorgerufenen Verschlechterungen der Fahrrinnenverhältnisse in diesem Zeitraum weiterhin nachhaltig aus.

Entsprechend den „Grundsätzen für das Fachkonzept der Unterhaltung der Elbe zwischen Tschechien und Geesthacht“ vom Mai 2005 werden im WSA Dresden bis zum Jahre 2010 die Fahrrinnenverhältnisse und Schifffahrtsbedingungen durch Instandsetzungsarbeiten von Buhnen- und Deckwerken, durch Geschiebebewirtschaftung (Baggerungen) und durch Ge-schiebezugabe (Erosionsproblematik) verbessert.

Das Wasser- und Schiffahrtsamt Dresden wird im Jahr 2007 Maßnahmen zum Geschiebemanagement (Baggerungen) in seinem gesamten Elbebereich (Elbe-km 0,0 bis 290,7) in einer Größenordnung von ca. 100.000 m³ an den Stellen in der Elbe durchführen, an denen es zu Ablagerungen von Kiesen und Sanden in der Fahrrinne kommt. 

Dazu ist der Einsatz von 4 Baggerkomplexen im gesamten Amtsbereich von Mai bis September geplant. Des weiteren sind Instandsetzungsmaßnahmen an Deckwerken, hier besonders Vorlagersicherungen (Fußsicherung) von Uferschutzbauwerken an zahlreichen einzelnen Schadenstellen im gesamten Amtsbereich geplant. Weiterhin werden insgesamt 116 Buhnen unterhalb von Riesa bis zur Saalemündung wieder instandgestzt, die besonders nach dem Hochwasser 2002 und durch weitere Hochwasser- und Eiseinwirkungen (wie 2003 und 2006) schwer beschädigt wurden.

Zusätzlich zu den laufenden Unterhaltungsmaßnahmen werden im sächsischen Elbeabschnitt bei Torgau zur Verhinderung der Erosion des Flussgrundes und der Sohlenstabilisierung der Elbe im Rahmen der Geschiebezugabe jährlich ca. 100.000 Tonnen Geschiebe mit einem Kostenumfang von ca. 1 Million Euro der Elbe zugegeben.“

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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