Prof. Dr. Hans-Ulrich Zabel, Martin-Luther-Universität-Halle-Wittenberg

Sonntag, 21. Februar 2010, 10:06 Uhr

Prof. Dr. Hans-Ulrich Zabel, Martin-Luther-Universität-Halle-Wittenberg

Elbausbau vernichtet tausende Arbeitsplätze und bringt lnfektionskrankheiten, wie Malaria, Amöben-Ruhr und Dengue-Fieber sowie Obdachlosigkeit und Migrationsdruck

 

 

Wir veröffentlichen hier unkommentiert einen Abschnitt aus der Auftragsstudie für den Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Prof. Dr. Hans-Ulrich Zabel
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insbes. Betriebliches Umweltmanagement
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Nachhaltige Nutzung der Elberegion
Konturen einer Gesamtkonzeption 

S. 32/33

6. Der Elbeausbau hat sozial schwerwiegende Negativwirkungen.

Diese betreffen vor allem (z.T. in Verbindung mit den genannten ökonomisch und ökologisch massiven Negativwirkungen) folgende Negativwirkungen:
- Vernichtung Tausender Arbeitsplätze,
- Wohlstandeinbußen/Steuerbelastungen,
- Gesundheitsbelastungen (der Elbeausbau verschärft den Klimawandel und dadurch bedingt steigt die Belastung des Kreislaufes, die Schwächung der lmmunabwehr bzw. die Zahl an Krankheitserregern - so sind neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen (im heißen Sommer gab es 7 000 Tote durch Hitzestress) vor allem Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien (auch im Zusammenhang mit Neobiota), Krebs, Asthma, aber ausgelöst durch die klimawandelbedingte Temperaturerhöhung zukünftig auch lnfektionskrankheiten, wie Malaria, Amöben-Ruhr und Dengue-Fieber zu verzeichnen (vgl. Jendritzky 2004) -; auch die psychische Gesundheit wird durch Naturzerstörung geschwächt),
- steigende Unfallrisiken (zunehmende Extremwetterereignisse, wie Hochwasser und Stürme führen zu Unfällen und sogar Todesfällen),
- Vernichtung von Kulturgütern (Dessau-Wörlitzer Gartenreich etc.),
- Freiheitseinbußen (neben der Einschränkung von Gesundheit und einkommensbedingten Tätigkeiten auch die von Hobbys und Urlaub, weil auch die Mögtichkeiten der Begegnung mit ,,heiler Natul' eingeschränkt werden),
- zu beachten ist ferner, dass die CO,-Emissionen globale Negativwirkungen haben, also auch Beiträge zu Hungersnöten, Obdachlosigkeit infolge versinkender Landesteile, Migrationsdruck und gar Todesfolgen an anderen Stellen der Welt geleistet werden.

Die vollständige Studie der Martin- Luther- Universität können Sie lesen unter:

http://umwelt.wiwi.uni-halle.de/forschung/

und elbe-insel:

31.01.2010 | Prof. Dr. Hans-Ulrich Zabel, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg, Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Prof. Zabels Aussagen zu Elbe und Saale

3. Ein Land kann langfristig nur überleben, wenn es 10-20 % seiner Landesfläche als Naturrefugien belässt und schützt, damit genügend atembare Luft, trinkbares Wasser, lebensermöglichendes Klima verdaubare Nahrung, eine funktionsfähige Immunabwehr etc. produziert werden. Die Erhaltung von Flusstalauen entlang großer Flüsse ist dabei von existenzieller Bedeutung .Der Elbeausbau ist vor allem ein Desaster, weil wichtige, für diese „Produktion“ unserer Überlebenspotenziale unverzichtbare Naturrefugien zerstört werden.

http://www.elbeinsel.de/

 

 

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