Zehn Jahre für den Hafen und Saaleschifffahrt

Donnerstag, 09. Februar 2006, 08:48 Uhr

Zehn Jahre für den Hafen und Saaleschifffahrt

"Super Sonntag" vom 05.Februar 2006

Hafen Halle ist ein hervorragender Platz für Gewerbeansiedlungen.

Trotha (M.Sprinzek). Die Saale und Ihre Nutzung für die Binnenschifffahrt war nach der Wiedervereinigung leider immer wieder Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Es bestand die Gefahr die über 1000-jährige Geschichte der Saaleschifffahrt zu beenden.

Während der Ausbau der unteren Saale im Bundesverkehrswegeplan 1992 enthalten war, wurde 1999 ein begonnenes Raumordnungsverfahren abgebrochen und der Ausbau verschoben.

Die Startbedingungen für den  "Saaleverein“ mit dem Ziel die Saaleschifffahrt auch im Sinne der Wirtschaft wiederzubeleben und Halle wieder zur Hafenstadt zu machen waren also nicht gerade günstig.

Deshalb setzte der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt  in den politischen Diskussionen zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen auf der Saale auf  den unmittelbaren Zusammenhang von Infrastrukturausbau mit Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplatzsicherung.

Durch  beharrliche Arbeit wurde ein breiter Konsens aller gesellschaftlichen Gruppen und der Öffentlichkeit in Sachsen-Anhalt hergestellt. Unternehmen wie Gewerkschaften, Bürgermeister wie Gemeindemitglieder, Manager wie Kirchenvertreter treten heute dafür ein, den Wasserweg Saale wieder zu einem leistungsfähigen und ganzjährig nutzbaren Schifffahrtsweg zu machen und Mitteldeutschland so an das europäische Binnenwasserstraßennetz anzuschließen.

Der Trothaer Verein hat viel erreicht und viel bewegt.

Aus dem Stiefkind Saale ist ein Fluss geworden über den man in Deutschland spricht.

Der Hafen Halle Trotha wurde von 1999 bis 2002 mit 31 Millionen € zu einer modernen Schnittstelle der Verkehrträger ausgebaut und ist inzwischen mehr als eine Anlegestelle für Schiffe.

Ein Raumordnungsverfahren für den im Bundesverkehrswegeplan 2003 im vordringlichen Bedarf enthaltenen Schleusekanal  Tornitz ist Ende 2004 eingeleitet worden.

Bis zum Abschluss des geplanten Saaleausbaus wird im Hafen Halle der Containerverkehr auf der Schiene wachsen und ein Güterverkehrszentrum entstehen. Der Güterumschlag wächst schon jetzt: Wurden 2002 nur 10.500 Tonnen per Bahn umgeschlagen, waren es 2005 126.000 Tonnen. Im Containerterminal Hafen Halle stieg der Umschlag von  ca. 6000 TEU in 2004 auf über 16000 TEU im vergangenen Jahr.

Viel mehr als nur Anlegestelle für Schiffe: der Hafen Halle-Trotha als Umschlagplatz (Foto: M. Sprinzek)

 

Der Hafen Halle als  Schnittstelle der Verkehrsträger ist ein  hervorragender Platz für Gewerbeansiedlungen, dem zweiten Schwerpunkt für den Hafen. Die Firma JCN Neckermann machte mit der Inbetriebnahme ihrer Biodieselanlage einen viel versprechenden Anfang; weitere Ansiedlungen sind in Sicht.

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