Wussten Sie?

Rolf Lack

Fakten und Informationen zur Elbe von Rolf Lack

In unserer Serie stellt Ihnen Ltd. Bau-dir. i. R. Rolf Lack, stellv. Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Elbstromgebietes e.V., die Elbe näher vor.

Vom Urstromtal zur Kulturlandschaft (1)

Skizze des Verlaufs der Elbe

Die Elbe ist mit einer Länge von 1094 km von der Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven mit einem Einzugsgebiet von 148268 km2  das viertgrößte Flussgebiet Europas.

In den vergangenen Jahrhunderten hat sie ihr Bett oft gewechselt. Auf der Karte sind die einzelnen Läufe erkennbar. Damit war sie für den Hochwasserschutz  und als Transportweg nicht kalkulierbar. Um den Transportweg für die jeweilige Siedlung zu erhalten, wurde dem Nachbarn manchmal „das Wasser abgegraben“. Die Landesfürsten begannen zum Schutz gegen Hochwasser die Ufer zu befestigen.

Erst nach dem 18. Jahrhundert beginnt die Wasserstrasse Elbe für den Schiffsgüterverkehr eine größere Rolle zu spielen. Im Wiener Friedensvertrag von 1815 wird u. a. die Elbe als schiffbares Gewässer erklärt und einer grundsätzlichen Gewährleistung auf dauernde Schiffbarkeit unterstellt.

1844 wurde die Additionalakte zur Elbschifffahrtsakte von 1821 verabschiedet, mit dem Ziel, dass jeder Elbuferstaat geeignete Maßnahmen ergreifen sollte. Es sollte ein festes und unverrückbares Bett geschaffen werden, was auch für die gefahrlose Abfuhr von Eis und Hochwasser von Bedeutung war. Es folgten verschiedene Besichtigungsfahrten der Elbe. Mit der Einrichtung der Elbstrombauverwaltung am 1.4.1866 in Magdeburg unter der preußischen Regierung wurden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen für das heutige Erscheinungsbild der Elbe geschaffen. Die Elbe ist durch die Niedrig- und Mittelwasserregulierung kein natürlich fließender Fluss mehr.

Sie ist auf dem Weg von der tschechischen Grenze bis nach Lauenburg in Abschnitte von 1–9 eingeteilt. Bis zum Jahr 2010 wird die Elbe durch Instandsetzung der Uferbefestigungen sowie durch örtlich begrenzte Baggerungen in den Abschnitten 2-9 (Dresden – Lauenburg) an mindestens 345 Tagen im Jahr eine Wassertiefe von 1,60 m und mehr haben. In der Elbestrecke 1 (Schöna – Dresden) wird nur eine Tiefe von 1,50 m hergestellt.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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