Schifffahrt und Natur in Einklang bringen

Naturnahe Flusslandschaft

Die Saale hat sich in den staugeregelten Bereichen der Region Halle zu einer naturnahen Flusslandschaft mit hohem ökologischen Wert entwickelt – und so soll sie auch unverändert bestehen bleiben. Es gibt aber auch noch Verbesserungsmöglichkeiten: Im Rahmen eines mittelfristigen Programms zum Bau von Fischaufstiegen an Bundeswasserstraßen könnte die Saale wieder für Fischwanderungen in die Elbe - und von dort bis in die Nordsee - geöffnet werden. Zudem müssen einzelne flussnahe Defizitflächen noch umweltgerechter gestaltet werden.

Positives Raumordnungsverfahren

Das Raumordnungsverfahren (Oktober 2008) zum Bau des Saale-Seitenkanals bei Tornitz hat klar ergeben, dass die Baumaßnahmen mit den Erfordernissen der Raumordnung einschließlich der Umweltbelange und der Belange der FFH-Verträglichkeit (Flora-Fauna-Habitat) vereinbar sind, zumal der Kanal durch überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen führt. Zum Ausgleich ist es auch möglich, den 20 km langen Saaleabschnitt von Calbe bis zur Elbe als neues, freifließendes Feuchtbiotop im Zusammenhang mit dem benachbarten Biosphärenreservat Mittlere Elbe zu entwickeln. Das Land Sachsen-Anhalt hat hierzu sein grundsätzliches Einverständnis erklärt.
Somit kann für die Saale und den geplanten Kanal festgestellt werden, dass die Umweltverträglichkeit gegeben ist – und das mit einer positiven ökologischen Bilanz.

Natur und Schifffahrt – Konzepte für ein harmonisches Miteinander

Die Realisierung und Finanzierung einer weiteren naturnahen Ufer- und Talauengestaltung an der Saale können sich an dem positiven Beispiel der Kulturlandschaft Mittlere Havel zwischen Brandenburg und Potsdam orientieren. Hier werden durch eine Flächenagentur nach einem ausgereiften Entwicklungskonzept die Belange der Region, der Umwelt und der Schifffahrt bei der Anpassung der staugeregelten Havel für die moderne, umweltfreundliche Güterschifffahrt zwischen Magdeburg und Berlin berücksichtigt und eine naturnahe Flussaue gestaltet.
(Neue Wege beim Ausgleich und Ersatz für Eingriffe in Natur
und Landschaft bei Infrastrukturprojekten – Wasserstraßenneubauamt Berlin
, Flächenagentur Brandenburg – Dienstleister im Naturschutz)

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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